Team U - Erste Hilfe

Insolvenzverschleppung

Insolvenzverschleppung kann mit Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden und sie kann auch fahrlässig begangen werden.

  • Sie liegt gemäß § 15a InsO dann vor, wenn ein Unternehmen, nicht eine natürliche Person, trotz Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung den Insolvenzantrag entweder überhaupt nicht, nicht rechtzeitig oder falsch gestellt hat und sie entfällt auch nicht, wenn bereits ein Gläubiger Insolvenzantrag gestellt hat.

    Denken Sie daran, dass sich nicht nur der gesetzliche Vertreter des Unternehmens, also z.B. der Geschäftsführer, sondern bei dessen Ausfall auch Gesellschafter, Aufsichtsräte und sogar der faktische Geschäftsführer strafbar machen können! 

    Faktischer Geschäftsführer kann man schon dann sein, wenn man sich aufgrund seines von den Gesellschaftern geduldeten Handelns im Wesentlichen wie ein Geschäftsführer verhält, obwohl man nicht ordentlich als solcher bestellt wurde und auch nicht im Handelsregister eingetragen ist. Also Vorsicht!
    Und wer wegen vorsätzlicher Insolvenzverschleppung verurteilt worden ist, kann nicht mehr Geschäftsführer sein.

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