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Gesetzt der Fall, Sie müssen als Selbständiger mit einem laufendem Geschäftsbetrieb in die Insolvenz gehen. Dann gibt es üblicherweise drei Möglichkeiten:


  1. Der Insolvenzverwalter schließt und veräußert den Betrieb. 
  2. Er führt ihn im Rahmen der Insolvenzverwaltung weiter, § 35 II S.1 1.Alt. InsO.
  3. Er gibt den Betrieb frei, § 35 II S.1 2.Alt. InsO.

Bei der Auswahl einer dieser Möglichkeiten haben Sie keinerlei Rechte. Sie können versuchen, den Insolvenzverwalter zu überzeugen, aber einen Anspruch auf eine bestimmte Entscheidung haben Sie nicht.

Vor- und Nachteile der Varianten 1 bis 3

Variante 1 bedeutet, dass Ihr Betrieb für Sie verloren ist und Sie sich einen Job als Angestellter suchen müssen, weil Sie sonst die Restschuldbefreiung nicht erhalten. Vielleicht ist es aber auch ein Vorteil für Sie, dass Sie den Laden endlich los sind.

In Variante 2 ist der Insolvenzverwalter de facto Ihr Geschäftsherr und Sie derjenige, der für alles und jedes sein Einverständnis einzuholen hat. Der Ertrag Ihrer Arbeit fällt der Masse und damit Ihren Gläubigern zu. Vorteil ist, dass Sie für nichts mehr verantwortlich sind.

Variante 3 heißt, dass Sie, ausgehend von dem, was Sie als Angestellter „fiktiv“ verdienen würden, dem Insolvenzverwalter möglicherweise hohe monatliche Beträge zukommen lassen müssen, völlig unabhängig davon, was Ihr Betrieb tatsächlich abwirft. Neue Schulden des Betriebes fallen nicht unter die Restschuldbefreiung und eine erneute Insolvenz mit Restschuldbefreiung ist für Sie frühestens in 10 Jahren wieder möglich. Vorteil ist, dass Sie bei einem hohen Geschäftsertrag den Überschuss behalten dürfen, Nachteil, dass Sie dieses mit einem immens hohen Risiko erkaufen.

Variante 4: Die Auffanggesellschaft

Es wird eine neue Gesellschaft gegründet, idealerweise in Form einer haftungsbeschränkten UG (entspricht einer kleinen GmbH). Sie erhalten einen Anstellungsvertrag und arbeiten zukünftig für dieses Unternehmen. Für Ihren alten Betrieb bzw. die ehemalige selbständige Tätigkeit beantragen Sie dann die Insolvenz 

Vorteil ist, dass Ihre Abgaben an den Insolvenzverwalter sich nach dem pfändbaren Einkommen richten. Sie haften auch nicht mehr persönlich für neue Schulden des Betriebes. Sie haben Ihr Lebenswerk, Ihren Betrieb, gesichert und Sie treffen noch immer die unternehmerischen Entscheidungen. Nachteil ist, dass Sie für den Zeitraum Ihres Insolvenz-/Restschuldbefreiungs-verfahrens an einen geschäftsführenden Gesellschafter gebunden sind.

Und jetzt kommt TEAM U Team U ist darauf spezialisiert, Unternehmern in der Krise weiterzuhelfen und weiß, welchem Angebot Sie trauen können und von welchem Sie besser die Finger lassen. 

Wir stehen hier gerne mit Rat und Tat zu Seite und empfehlen nur Partner, mit denen wir seit Jahren vertrauensvoll zusammenarbeiten.

Lesen Sie hierzu bitte auch unsere Information „Übertragende Sanierung.“

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