Team U - Erste Hilfe

Abwendung und Vermeidung einer
Insolvenz

In vielen Fällen macht es Sinn, die Entschuldung mithilfe einer Insolvenz durchzuführen. Ohne dieses Verfahren hätten viele keine Chance auf einen Restart. Oft gibt es aber weitere Möglichkeiten, die der Laie nicht kennt.

Kostenfreie Hilfe zur Selbsthilfe

Der kostenfreie Austausch, Tipps von ebenfalls Betroffenen oder auch schon "Ehemaligen" (Menschen nach der Insolvenz) zu bekommen, ist die Aufgabe der Anonymen Insolvenzler. Derzeit an 14 Standorten in Deutschland stehen die Anonymen Insolvenzler mit Rat und Tat kostenlos zur Seite.

Was ist zu beachten?

Was ist für Unternehmer besonders wichtig?

In der Krise ist es wichtig, dass die aktuelle Finanzsituation ständig geprüft wird. Sind Sie hier nicht ständig informiert kann es zu unnötigen Haftungsrisiken oder sogar zu Straftatbeständen wie Insolvenzverschleppung, Unterschlagung oder Eingehungsbetrug kommen. Seien Sie sicher: der Insolvenzverwalter schaut da genau hin! Holen Sie sich Hilfe, so früh es geht.

  • In der Krise ist es wichtig, dass die aktuelle Finanzlage ständig geprüft wird.
  • Durch eine Teilzahlungsvereinbarung wird die Forderung nicht komplett, sondern immer nur zum Teil fällig. So kann Zahlungsfähigkeit wieder hergestellt werden.
  • Vereinbarung über Stundung von Forderungen treffen - das hilft auch.
  • Reden Sie mit den Krankenkassen über Stundung und bezahlen Sie auf jeden Fall die Arbeitnehmeranteile. Die Gelder verwalten Sie nur treuhändisch für den Arbeitnehmer.
  • Passen Sie bei der MwSt. auf: auch dieses Geld verwalten Sie nur treuhändisch. Bis zur Unterschlagung ist es dann nicht mehr weit.
  • Der Fachmann an der Seite des Unternehmers hilft in solchen schwierigen Situationen. Das muss nicht teuer sein und hilft, den U-Turn zu schaffen.
  • Inzwischen werden über die BaFa auch Krisenberatungen finanziell gefördert, sprechen Sie uns an.

Was bedeutet Insolvenzverschleppung?

Insolvenzverschleppung kann mit Geldstrafe oder bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe bestraft werden und sie kann auch fahrlässig begangen werden. Sie liegt gemäß § 15a InsO dann vor, wenn ein Unternehmen, nicht eine natürliche Person, trotz Zahlungsunfähigkeit oder Überschuldung den Insolvenzantrag entweder überhaupt nicht, nicht rechtzeitig oder falsch gestellt hat und sie entfällt auch nicht, wenn bereits ein Gläubiger Insolvenzantrag gestellt hat. Denken Sie daran, dass sich nicht nur der gesetzliche Vertreter des Unternehmens, also z.B. der Geschäftsführer, sondern bei dessen Ausfall auch Gesellschafter, Aufsichtsräte und sogar der faktische Geschäftsführer strafbar machen können!

Ausführliche Informationen finden Sie in unserem Downloadbereich am Ende der Seite 

oder hier....

Was bedeutet Geschäftsführerhaftung?

Als Geschäftsführer können Sie der GmbH (Innen­haf­tung) oder auch Dritten (Außen­haf­tung) ge­genüber persönlich und mit Ih­rem gesamten pri­va­ten Vermögen haften.

Rechts­grund­la­ge für die In­nen­haf­tung des Geschäftsführers ist § 43 Gmb­HG. Nehmen Sie das nicht auf die leichte Schulter, etwa weil Sie meinen, dass die GmbH ja Ihnen gehöre. Denn unter Umständen können Dritte auf die der GmbH zu­ste­hen­den Scha­den­er­satz­ansprüche zu­grei­fen: Wenn nämlich ein Gläubi­ger der GmbH gegen diese einen Titel hat, kann er per Zwangs­voll­stre­ckung den der GmbH ge­gen den Geschäftsführer zu­ste­hen­den An­spruch pfänden und sich zur Ein­zie­hung über­wei­sen las­sen.

Bei der Außen­haf­tung werden Ansprüche auf Scha­den­er­satz hingegen nicht ge­gen die GmbH, son­dern un­mit­tel­bar ge­gen de­ren Geschäftsführer gel­tend ge­macht. Hauptanwendungsfälle der Außen­haf­tung sind das Vor­ent­hal­ten von So­zi­al­ver­si­che­rungs­ab­ga­ben sowie die Nich­terfüllung steu­er­li­cher Pflich­ten.

Es gibt drei große Themenbereiche, bei denen Sie als Geschäftsführer Schwierigkeiten bekommen können. Dieses ist 

  • die Nichtabführung von Sozialabgaben, 
  • die Nichterfüllung steuerlicher Pflichten sowie 
  • die Insolvenzverschleppung. 

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Eigenverwaltung eine interessante Alternative

Leider werden bei uns die Möglichkeiten der Eigenverwaltung im Bereich KMU kaum genutzt. Was Air Berlin gerade praktiziert ist durchaus auch im KMU-Bereich möglich. 

Die Anordnung der Eigenverwaltung durch das Insolvenzgericht setzt gemäß § 270 Abs. 2 Nr. 2 InsO voraus, dass keine Umstände bekannt sind, die erwarten lassen, dass die Anordnung zu Nachteilen für die Gläubiger führen wird. Das können auch kleinere Unternehmer sicherstellen.

Sie stellen damit sicher, dass Sie selbst das Unternehmen weiterführen können und haben damit denjenigen in der Unternehemensführung behalten, der das Unternehmen und den Markt sicherlich am besten kennt.

Alleine ist das sicherlich nur schwer zu stemmen. Unsere Experten wissen aber wie das geht.

Ein ausführlicher Aufsatz zur Eigenverwaltung von unserem Experten Carsten Lange weiter unten im Downloadbereich.

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