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Glossar Bank / Kredit

In dem Glossar Bank/Kredit haben wir alles Wissenswerte rund ums Thema zusammen gestellt – für den schnellen Durchblick.

Annuität

Annuität nennt man eine feste Rate auf ein Darlehen, welche Zinsen und Tilgung beinhaltet. Mit Rückzahlung des Darlehens wird der Zinsanteil kleiner und die Tilgung größer.

Basiszinssatz

Der Zinssatz für langfristige Refinanzierungsgeschäfte der Europäischen Zentralbank. Derzeit liegt dieser bei -0,83 % (Stand 01.07.2015 Quelle: www.bundesbank.de). Die Verzugszinssätze für unbezahlte Schulden beziehen sich auf diesen Zinssatz. In Mahnbescheiden wird häufiger der Zinsvermerk „5% über Basiszinssatz“ benutzt.

Bürgschaft

Ein Bürge haftet für die Rückzahlung einer Schuld. Wenn jemand nicht ausreichend kreditwürdig ist, verlangt die Bank zusätzliche Sicherheiten. Man sollte als Bürge entsprechend vorsichtig sein. Manche schon eingegangene Bürgschaften können sittenwidrig sein. Im Zweifelsfall bitte prüfen lassen. Aussicht auf Erfolg besteht dann, wenn der Bürge zum Zeitpunkt der Bürgschaftsübernahme dazu gedrängt worden bist („Wenn Sie für ihren selbständigen Ehemann nicht bürgen wollen, wie sollen wir ihm dann vertrauen?!“).

Darlehen

Das Verleihen von Geld gegen das Versprechen auf Rück- und Zinszahlung. Oftmals mit einer Verabredung von Sicherheiten verbunden. (siehe hierzu auch “Bürgschaft”).

Darlehenskündigung

Ein Darlehensvertrag (früher Kreditvertrag genannt) kann von beiden Vertragsparteien (Darlehensgeber und auch vom Darlehensnehmer) gekündigt werden. Es gibt die Möglichkeit einer ordentlichen und außerordentlichen Kündigung. Für eine fristlose Kündigung muss ein wichtiger Grund vorliegen. Ist im Darlehensvertrag eine Kündigungsfrist vereinbart, so ist diese für die ordentliche Kündigung maßgeblich. Ist kein fester Zeitpunkt vereinbart, so beträgt die Kündigungsfrist für beide Vertragsparteien drei Monate.

Effektivzinssatz

Der Effektivzinssatz drückt den Preis für die Kreditaufnahme aus. Außer dem Nominalzins werden auch die Laufzeit und die Gebühren für die Kreditaufnahme berücksichtigt. 

Factoring

Der Verkauf bzw. Ankauf von Forderungen wird Factoring genannt. Unternehmen beschaffen sich darüber Liquidität. Rechnungen von z.B. Zahnärzten werden oftmals von Verrechnungsgesellschaften erstellt. Diese Verrechnungsgesellschaften haben die Forderung des Zahnarztes gekauft.

Freigabeantrag

Nach Pfändung des Kontos hat der Kontoinhaber die Möglichkeit, bestimmte Beträge freistellen zu lassen. Beispiel: Das Gehalt wurde gepfändet. Der Restbetrag kommt auf das Gehaltskonto und wird dort erneut gepfändet. Dies wäre eine doppelte Pfändung des Gehaltes, und damit wäre der Schuldner besonders benachteiligt. Diese Beträge können von der Pfändung freigestellt werden und können somit ausgezahlt werden.

Guthabenkonto

Ein Konto, das nur auf Guthabenbasis geführt wird. Wird von manchen Banken bei schlechter Schufa eingerichtet.

Kapitaldienst

Der Betrag, der für das geliehene Geld zurückzahlt werden muss; also die monatliche Rate, die Zins und Tilgung beinhaltet. Die Bank prüft vor Vergabe eines Kredites, ob der potenzielle Kreditnehmer kapitaldienstfähig ist. Das heißt, ob nach Abzug der existentiell notwendigen Kosten genügend Geld zur Tilgung des Kredites bleibt. Erst wenn diese Prüfung vorliegt, vergibt die Bank das Darlehen. Ist die Rate einmal vereinbart, bleibt die Bank bei dieser Rate, weil dies im Vertrag so vereinbart ist.

Kreditkündigung

Ein Darlehensvertrag (früher Kreditvertrag genannt) kann von beiden Vertragsparteien (Darlehensgeber und auch vom Darlehensnehmer) gekündigt werden. Es gibt die Möglichkeit einer ordentlichen und außerordentlichen Kündigung. Für eine fristlose Kündigung muss ein wichtiger Grund vorliegen. Ist im Darlehensvertrag eine Kündigungsfrist vereinbart, so ist diese für die ordentliche Kündigung maßgeblich. Ist kein fester Zeitpunkt vereinbart, so beträgt die Kündigungsfrist für beide Vertragsparteien drei Monate.

Lastschrift

Lastschrift ist die Vollmacht, dass eine Person oder ein Unternehmen Rechnungsbeträge vom Konto abbuchen darf. Die Lastschrift wird auch Einzugsermächtigung genannt. Eine Lastschrift kann man widerrufen. Der abgebuchte Betrag wird dann dem Konto wieder gutgeschrieben. Achtung, hier sind Fristen zu beachten!

Leasing

Leasing wird die „Miete“ eines Gegenstandes genannt. Bekannt ist das Autoleasing. Es werden aber auch Maschinen und ganze Fabrikanlagen geleast. Die Gefahr liegt in den Bedingungen. Der Gegenstand muss zu einem bestimmten Zeitpunkt in einem bestimmten Zustand zurückgegeben werden. Dies kann zur Verschuldung durch Nachforderungen führen. 

Pfändungsschutzkonto (P-Konto)

Ein Girokonto, welches nur für eine Person geführt wird, kann in ein Pfändungsschutzkonto gewandelt werden. Hierbei werden bestimmte Beträge vor Pfändung geschützt (entspricht in etwa dem Existenzminimum). Um dies festzustellen, bedarf es einer Bescheinigung. Jeder darf nur ein Pfändungsschutzkonto haben. Der Basisbetrag beträgt € 1.045,04. Falls Unterhaltspflichten bestehen oder Kindergeld etc. eingehen, können weitere Beträge freigegeben werden. Die Bescheinigung dafür erhält man u.a. bei einer Schuldnerberatungsstelle.

Prolongation von Darlehen

Unter einer Prolongation (von neulat.: prolungare, verlängern) wird insbesondere im Finanz- und Bankwesen die Verlängerung der Laufzeit von Darlehen und anderen Finanzprodukten bezeichnet. Allgemein werden hierunter im Finanzwesen alle Laufzeitverlängerungen eines Rechtsverhältnisses, insbesondere bei Zahlungs- oder Liefervereinbarungen, verstanden. Keine Prolongation bedeutet, dass ggf. der noch zu finanzierende Betrag aus z.B. dem Hauskauf neu verhandelt werden muss.

Sicherungsübereignung

Ein Gegenstand wird zur Sicherung eines Kredites sicherungsübereignet, zum Beispiel der Kraftfahrzeugbrief wird der Bank übergeben. Damit geht das Eigentum an die Bank, während der Besitz beim Schuldner verbleibt. Bei vollständiger Rückzahlung wird der Kfz-Brief an den Kreditnehmer zurückgegeben. Sicherungsübereignungen können auch zwischen Privatleuten vereinbart werden.

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