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Glossar Allgemeine Begriffe

In dem Glossar allgemeine Begriffe haben wir alles Wissenswerte rund ums Thema Krise und Insolvenz zusammengestellt – für den schnellen Durchblick.

Firmeninsolvenz

Einfache Erklärung zum Thema Firmeninsolvenz

Arrest

Wenn der Gläubiger befürchtet, dass der Schuldner etwas unternimmt, um Vermögen etc. vor dem endgültigen Urteil oder Beschluss fortzuschaffen, kann er einen Arrest beantragen. Er dient also dem vorläufigen Rechtsschutz. Das Sicherungsgut wird also „vorläufig beschlagnahmt“. Aus dem Strafverfahren ist dieser Begriff bekannter. So wird der vermutliche Täter auch oftmals erst in eine Arrestzelle gesperrt.

Erinnerung

Um gegen eine Entscheidung eines Rechtspflegers vorzugehen, kann eine Erinnerung (Rechtsbehelf) einlegt werden. Danach erfolgt eine Überprüfung der Entscheidung in der gleichen Instanz durch einen Richter. Eine Erinnerung ist also so etwas wie ein Widerspruch, nur anders ausgedrückt.

Feststellungsklage

Ein Rechtsverhältnis soll mittels Feststellungsklage festgestellt werden. Dadurch kann zum Besipiel die Echtheit einer Urkunde festgestellt werden.

Forderung

Eine Forderung entsteht, wenn ein Gläubiger von einem Schuldner Geld zu bekommen hat. Das kann eine Forderung gegenüber einer Lebensversicherungsgesellschaft sein oder auch eine aufgrund einer Warenlieferung. Der Lieferant fordert Geld vom Warenempfänger. Eine Forderung kann gepfändet werden.

Gesamtschuldnerische Haftung

Wenn man „gesamtschuldnerisch“ haftet, dann haftet man mit dem gesamten Vermögen für die Erfüllung einer Schuld. Der Begriff ist häufig bei Bürgschaften zu lesen. Der Gläubiger kann gegen jeden Einzelnen der gesamtschuldnerisch Haftenden vorgehen, ohne sich eine Reihenfolge vorschreiben zu lassen.

Kostenfestsetzungsbeschluss

Dieser dient zur Feststellung der Kosten für ein Gerichtsverfahren. Er ist ein vollstreckbarer Titel, und kann dementsprechend für die Beauftragung des Gerichtsvollziehers genutzt werden.

Mandant

Der Mandant gibt dem Anwalt das Mandat (Auftrag), ihn zu vertreten. Der Rechtsanwalt spricht folglich in seinen Schreiben von seinem Mandanten.

Notar

Der Notar nimmt öffentliche Aufgaben wahr. Er besitzt somit ein besonderes Vertrauensverhältnis und hat die Vertragsparteien bei Immobilienverkauf, Unternehmensgründung oder Erbschaftsregelungen über die jeweiligen Vertragsinhalte aufzuklären. Dabei hat er Neutralität zu beweisen. (Vorsicht: Leider gibt es auch dort schwarze Schafe).

Prävention

Dient dazu, den Ernstfall zu vermeiden. Hinsichtlich der Gesundheit sind es Vorsorgeuntersuchungen. Hinsichtlich der Vermeidung von Schuldenfallen dient ein aufklärender Unterricht dazu. Es ist sinnvoll, vor der Aufnahme eines Darlehens oder vor einer Umschuldung mit einer Schuldnerberatung zu sprechen.

Prozesskostenhilfe

Wer kein Geld hat, um einen Prozess zu führen, kann Prozesskostenhilfe beantragen. Allerdings nur dann, wenn er auch Aussicht auf Erfolg hat. Sowohl die Bedürftigkeit als auch die Erfolgsaussichten werden vorher vom Gericht geprüft.

Rechtsmittel

Sie gehören zu den Rechtsbehelfen und dienen dazu, gegen eine staatliche Entscheidung einen Widerspruch einzulegen. 

Rechtspfleger/-in

Er/sie arbeitet beim Gericht und ist für die Rechtspflege zuständig. Er/sie ist insbesondere auch an der Rechtsantragsstelle tätig. Seine Beschlüsse sind für die jeweiligen Parteien bindend.

Schuldanerkenntnis

Ein Schuldner erkennt seine Schuldverpflichtung an. Dies kann ggf. auch erfolgen, um die Forderung zu titulieren und dadurch vor Verjährung zu schützen.

Titel

Das ist eine Urkunde, die ein bestimmtes Recht verbrieft. Der Titel kommt meist infolge eines Vollstreckungsbescheides oder Urteils zustande, kann aber auch durch eine Grundschuldbestellungsurkunde oder ein notarielles Schuldanerkenntnis erfolgen. (Das ist sicherlich eine vereinfachte Darstellung, die hoffentlich nicht jedem Juristen die Tränen in die Augen treibt.)

Verbindlichkeit

So werden die Schulden eines Unternehmens benannt.

Verzug

Wenn jemand seinen Verpflichtungen nicht termingerecht nachkommt, kann er in Verzug gesetzt werden. Damit können entsprechende Rechtsfolgen auf ihn zukommen wie z.B. Verzugszinsen und Schadensersatzkosten etc. 

Vollmacht

Hiermit wird ein anderer in die Lage versetzt, bestimmte Rechtsgeschäfte zu erledigen.

Unternehmenskrise

Unternehmenskrise ist die Phase eines Unternehmens, in der seine Funktionsfähigkeit und Stabilität beeinträchtigt ist und die Gefahr eines Unternehmenszusammenbruchs (Insolvenz) droht.
Hier geht es zum Krisen-Check....

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