Team U - Debatte Scheitern

Scheitern gilt als lebenslanges Versagen

Wer hierzulande pleite geht, hat mit vielen Vorurteilen zu kämpfen. Sehr viele hält die Angst vor dem Scheitern von einer Unternehmensgründung ab – doch genau die braucht Deutschland dringend.

Am „Horror Insolvenz“ ist die Politik nicht ohne Schuld. Wer hierzulande pleite geht, wird in der Regel für mehr als zehn Jahre von der Teilhabe am wirtschaftlichen Leben ausgeschlossen. Dabei ist es gleichgültig, aus welchen Gründen die Insolvenz notwendig wurde und ob der Unternehmer schnell wieder neu starten könnte. Stattdessen bekommen sie selbst Jahre nach Beendigung des Insolvenzverfahrens zum Beispiel oft kein Bankkonto, keinen Mietvertrag oder können noch nicht einmal ihren Stromanbieter wechseln. Der Grund: Gescheiterte Unternehmer sind durch den SCHUFA-Eintrag auf Jahre als nicht kreditwürdig eingestuft.

Diese Situation ist nicht hinnehmbar. Deshalb engagiert sich Team U für eine Gesellschaft der neuen Chance und macht Mut zur Gründung von Unternehmen. Denn: Die Rahmenbedingungen und die Angst zu Scheitern halten viele potenzielle Gründer in Deutschland davon ab, sich selbstständig zu machen. Deutschland belegt in einer Umfrage über gründungsfreundliche Nationen neben Singapur von 67 Ländern die letzten beiden Plätze. Dabei lebt die deutsche Wirtschaft von ihrer Innovationskraft. Doch wenn unternehmerisches Scheitern so wie in Deutschland bestraft wird, bleiben Innovationspotentiale ungenutzt.

Wir setzen uns dafür ein, dass in Deutschland Gründer nicht alleine gelassen werden, wenn sie in eine wirtschaftliche Krise geraten. Sie haben eine Chance zum Neustart verdient, wenn sie aus ihren Fehlern gelernt haben. Bisher gab es keine unabhängigen und maßgeschneiderten Beratungsangebote für kleine und mittelständische Unternehmen, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Unternehmer und der wirtschaftlichen Leistungskraft dieser Firmen orientieren. Team U ist angetreten, diese Lücke als Sozialunternehmen zu schließen.

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